Schloss

Stadtrundgang

Evangelische Stadtkirche

Evangelische Stadtkirche
Evangelische Stadtkirche

Zentral am Marktplatz gelegen findet man die spätgotische Hallenkirche, eine der schönsten des Landes. Sie entstand von 1443 bis 1541 als Ergänzungs- und Erweiterungsbau der bereits im 14. Jahrhundert nachzuweisenden Nikolauskapelle. Besonders markant und gleichsam das von weitem sichtbare Wahrzeichen der Stadt ist der 61 m hohe direkt auf den Chor aufgesetzte Turm. Seine durchgehende Achteckigkeit macht ihn einzigartig. Die an ihm angebrachte Sonnenuhr (1760) stammt von dem berühmten württembergischen Mechanikerpfarrer Philipp Matthäus Hahn. Im Innern der Kirche finden sich Werke des Balinger Renaissancekünstlers Simon Schweizer und eine sehr schöne Barockorgel (1767).

Der Marktbrunnen

Der Marktbrunnen
Der Marktbrunnen

Mehrfach hat der Marktbrunnen im Laufe seiner bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Geschichte den Standort gewechselt, letztmals 1996. Die anonyme, von den Balingern jedoch als „Ulrich“ (Herzog Ulrich) bezeichnete Ritterfigur trägt im Schild das ab 1495 geführte herzoglich-württembergische Wappen. Das Sandsteinoriginal des 1950 gefertigten Bronzeabgusses befindet sich im Heimatmuseum.

Rathaus

Das Rathaus
Das Rathaus

Das alte Rathaus fiel dem Stadtbrand von 1809 zum Opfer. Das heutige Rathaus wurde 1811 errichtet und beherbergte die Stadtverwaltung, das Oberamt, das Oberamtsgefängnis, das Gerichtsnotariat, ein Waag- und Lagerhaus, die Fruchtschranne und für einige Zeit auch das Postamt. Auf dem Dach befindet sich ein Glockenspiel mit Westminsterschlag. In dem in den Jahren 2000-2003 komplett sanierten Gebäude sind nun der Oberbürgermeister, der Bürgermeister, Bürgerbüro, Standesamt, Teile des Hauptamtes, großer und kleiner Sitzungssaal sowie die Rathaus-Galerie untergebracht.

Friedrichstraße

Ansicht Freidrichstraße
Ansicht Friedrichstraße

Als zentrale Hauptachse der nach dem Stadtbrand von 1809 mit klassizistischem Grundriss wieder aufgebauten Stadt entstand die Friedrichstraße. Sie wurde nach König Friedrich I. von Württemberg benannt. 1996-1998 erfolgte der teilweise Ausbau zur Fußgängerzone. Als gestalterisches Element wurde der „Stadtbach“ angelegt, dessen historisches Vorbild Jahrhunderte lang die Mitte der Stadt durchflossen hatte.

Häuser in der Friedrichstraße

Haus in Friedrichstraße
Haus in Friedrichstraße

Besonders auf Repräsentation geachtet wurde im 19. Jahrhundert bei der Fassadengestaltung der Bürger und Geschäftshäuser in der Friedrichstraße. Während der Stilepoche des Historismus (etwa 1870 -1900) erfuhr manches Gebäude äußerlich eine optische Aufwertung. Das sog. „Lämmle-Haus“ (Nr. 52) ist hierfür ein gutes Beispiel. Viele Anwohner ließen 1810 beim Wiederaufbau der 1809 durch einen Brand zerstörten Stadt auch über den Haustüren sog. Hauszeichen anbringen, die heute nur noch an den Gebäuden Nr. 23, 31, 47, 61 und 66 anzutreffen sind.

Viehmarktplatz und "Sonne"

Gatshaus Sonne
Gasthaus Sonne

Die „Sonne“, ein mächtiges Fachwerkhaus mit für das 18. Jahrhundert typischem Mansardendach, wurde in den 1980er Jahren komplett saniert und präsentiert sich heute als Restaurant und Kaffeehaus. Das 1792 erbaute Wirtshaus war einst ein Absteigequartier der Fuhrleute, ebenso wie das schräg gegenüber in der Wilhelm-Kraut-Straße befindliche Gasthaus Lang. In den ehemals kühlen Kellergewölben wird schon lange kein Bier mehr gelagert. Statt dessen treffen sich hier die Jugendlichen und natürlich auch die junggebliebenen Erwachsenen.

Spital und Amtsgericht

Spital- und Amtsgericht
Spital- und Amtsgericht

Die alten, 1809 beim Stadtbrand zerstörten Spitalgebäude befanden sich direkt hinter der Stadtkirche. In der verlängerten Friedrichstraße (heute Ebertstraße) entstand dann der Neubau. Diesem wurden 1860 die Uhr des oberen Torturmes und zwei Glocken aufs Dach gesetzt, da die Uhr der Stadtkirche für die Bewohner der Oberen Vorstadt zu weit entfernt war. Das Amtsgericht wurde 1824/25 erbaut und diente gleichzeitig dem Oberamtsrichter als Wohnsitz.

Wilhelm-Kraut-Straße

Wilhelm-Kraut-Straße
Wilhelm-Kraut-Straße

Prägend für das Erscheinungsbild des unteren Bereichs dieser Straße sind die Häuser mit Mansardendach (Nr. 8 und 10). Dazu zählte ursprünglich auch das Gasthaus Lang (Nr. 1). Die Gebäude der Oberen Vorstadt gehören zu den ältesten der Stadt, denn sie haben – da außerhalb der Stadtmauer gelegen – den Stadtbrand von 1809 überstanden. Das Haus Nr. 5, erbaut 1832/33, erhielt erst 1899 seine prunkvolle historistische Fassade.

Schwefelbrunnen

Schwefelbrunnen
Schwefelbrunnen

Der einzige heute in Balingen noch in Betrieb befindliche Schwefelbrunnen ist an der Kreuzung Wilhelm-Kraut-Straße/Spitalstraße. In seinem heutigen Aussehen wurde er 1935 installiert.
 
Badestuben mit Schwefelwasser sind bei der Stadt bereits im späten Mittelalter nachweisbar.
1724 wurde am Ufer der Steinach eine ergiebige neue Quelle entdeckt, und dort ein Bad eingerichtet. Regelrechten Kurbetrieb erlebte Balingen dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts, mit etwa 100 Gästen pro Saison. Der damalige Balinger Oberamtsarzt Dr. Johann Conrad Bronner, dessen Grabstein an der Südseite der Friedhofkirche steht, hatte sich die Förderung des örtlichen Bäderwesens zur Aufgabe gemacht. Auf drei weitere Schwefelwasservorkommen (bei der Stadtkirche, beim Amtsgericht und beim heute noch vorhandenen Brunnen in der Wilhelm-Kraut-Straße) stieß man 1833 - 1836 bei Trink­wasserbohrungen.
 
Der Heilwert des Schwefelwassers wird bei Krankheiten wie Rheumatismus, Gicht, Ischias, bei Magen-, Darm-, Stoffwechsel-, Hautkrankheiten geschätzt. Die Hausfrauen holten früher das Wasser mit Vorliebe zum Kochen von Hülsenfrüchten und Gemüse, ja, der Weichheit wegen, auch zum Baden von Säuglingen. 

Zollernschloß, Reiterhaus und Wasserturm

Zollernschloss und Wasserturm
Zollernschloss und Wasserturm

Balingens markanter Blickfang in der Südostecke des historischen Stadtkerns ist das Zollernschloss mit dem „Reiterhaus“ und dem „Wasserturm“. Bereits im 13. Jahrhundert, bald nach der Stadtgründung im Jahre 1255, befand sich dort eine kleine zollerische Burganlage, auf deren Grundmauern die Grafen von Zollern-Schalksburg um 1370 ein Stadtschloss mit Gesindehaus („Reiterhaus“) errichteten. Bis zum Verkauf ihrer Herrschaft an Württemberg, im Jahre 1403, nutzten die Schalksburggrafen das Schloss für eigene Zwecke, danach diente es als Residenz des jeweiligen württembergischen Obervogts, bis etwa zum Jahre 1750. Das gesamte Anwesen ging dann in Privathand über. 1920 erfolgte schließlich der Kauf durch die Stadt. Das Schloss war zum damaligen Zeitpunkt in baufälligem Zustand. 1935 wurde es daher komplett abgebrochen und bis 1937 unter teilweiser Verwendung alter Baubestandteile nach altem Vorbild wieder aufgebaut. Heute beherbergt das Gebäude das Museum für Waage und Gewicht.
 
Im „Reiterhaus“, befindet sich seit 1921 die Balinger Jugendherberge. Dieses im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigte Gesindehaus wurde 1649 neu errichtet. An der Südfront des Gebäudes waren ursprünglich zwei übereinander liegende Laubengänge angebracht, die dann auch über die Stadtmauer hinüber zum Schlossgebäude führten.

Über einen Steg vom Schloss aus zu erreichen ist der „Wasserturm“. Ein an der Ostseite angebrachtes gotisches Maßwerkfenster zeigt, dass sich in diesem letzten noch erhaltenen Eckturm der Balinger Stadtmauer einst auch eine Kapelle für die Schlossbewohner befand. Der Turm wurde 1483 fertiggestellt. Von etwa 1825 an bis 1911 befand sich darin das Untersuchungsgefängnis des Balinger Amtsgerichts.

Zehntscheuer

Zehntscheuer
Zehntscheuer

Von der einstigen Bedeutung der Landwirtschaft für die Bewohner der Stadt, aber auch vom bis ins 19. Jahrhundert bestehenden feudalen Naturalabgabensystem erzählt die Zehntscheuer. Zehntherr in Balingen war – wie das gräflich-württembergische Wappen (geführt bis 1495) an der Westfassade des Gebäudes zeigt – der Landesherr. Jahr für Jahr, bis 1848 (Aufhebung des Zehnten) wurde das mächtige Gebäude bis unters Dach vor allem mit Getreide (in Garben) und Heu gefüllt – dem zehnten Teil des von den Zehntpflichtigen eingefahrenen Ernteertrags. Die am Gebäude in Stein gemeißelten Jahreszahlen weisen auf den Wiederaufbau desselben nach den Stadtbränden von 1607 und 1672 hin. Von 1986 bis 1990 wurde das alte Gemäuer saniert und zum „Haus der Museen“ ausgebaut. In ihm sind nun das Heimatmuseum und die Friedrich-Eckenfelder-Galerie untergebracht. Mehrere Sonderausstellungen im Jahr sorgen für regen Besucherstrom.  

Klein-Venedig

Bild klein Venedig
Bild klein Venedig

Eine schmale Gasse links der Zehntscheuer führt hinunter zum ehemaligen Gerberviertel am Mühlkanal (67,7 KB), das die Balinger liebevoll „Klein-Venedig“ nennen. Balingen war eine ausgesprochene Gerber-Stadt. Noch im 19. Jahrhundert reihte sich unterhalb der östlichen Stadtmauer, entlang des Mühlkanals, eine Gerberwerkstatt an die andere. Der für Balingen einst so wichtige Gewerbezweig fiel dann jedoch der Industrialisierung zum Opfer. Die alten Werkstattgebäude wurden dann ausgebaut und zu Wohnzwecken genutzt. Dennoch stellte erst 1993 die letzte Gerberei des Viertels den Betrieb ein. 1998-2004 wurde das gesamte Viertel grundlegend modern saniert, wobei einige Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurden. Die ursprüngliche Kleingliedrigkeit des Ensembles blieb jedoch erhalten.

Eyachwehr

Eyachwehr
Eyachwehr

Die Abzweigung des entlang der östlichen Stadtmauer verlaufenden Mühlkanals machte die Anlegung eines Stauwehrs beim Zollernschloss erforderlich. Nur so konnten die bei der Stadt befindlichen Mahlmühlen, Lohmühlen und Gerberwalken mit Wasser versorgt werden. Ebenso auf den Kanal angewiesen waren die zahlreichen Gerber und Färber zum Betrieb ihrer Werkstatt. 1895 wurde das alte hölzerne Wehr bei einem extremen Hochwasser zerstört. Die danach errichtete Betonkonstruktion wurde in den Jahren 2000 und 2001 saniert. 

"Adam und Eva"

Skulptur Adam und Eva
Skulptur Adam und Eva

An ein 1513 von Lucas Cranach dem Älteren gemaltes Bild erinnert die im 18. Jahrhundert entstandene Eckskulptur „Adam und Eva“ am Gebäude Ölbergstr. 29.  Das in Eichenholz geschnitzte Original befindet sich im Heimatmuseum. Ursprünglich zierte die Figur den ältesten Gasthof Balingens, die „Rose“. 1724 erbaut, nach dem vorletzten Stadtbrand, überstand sie als einziger Gasthof innerhalb der Stadtmauer den Stadtbrand von 1809. Leider wurde das Anwesen dann 1970 ein Raub der Flammen. Die Eckskulptur blieb jedoch erhalten. Die Zunftinsignien im Schild des oben befindlichen Ritters zeigen, dass der Erbauer des alten Gebäudes zugleich Bäcker und Biersieder war. 

Altes Kameralamt

Altes Kameralamt
Altes Kameralamt

Im rechten hinteren Teil des Gebäudekomplexes verbirgt sich die um 1500 erbaute Ölbergkapelle. Nach der Reformation wurde sie zum Fruchtkasten der Geistlichen Verwaltung (staatliche Behörde für kirchliche Vermögensangelegenheiten) ausgebaut. Das direkt daneben befindliche Wohngebäude des Geistlichen Verwalters brannte 1724 (Stadtbrand) ab, wurde jedoch neu errichtet. Ab 1806 waren beide Gebäude Eigentum des durch die Vereinigung von Kellerei (staatliche Behörde für weltliche Vermögensangelegenheiten) und Geistlicher Verwaltung entstandenen Kameralamtes. 1815 wurden die beiden Gebäude durch den vorderen Querbau miteinander verbunden. 

Zwinger

Bild Zwinger
Bild Zwinger

Links vom ehemaligen Kameralamt führt eine schmale Gasse, durch welche einst der alte Stadtbach aus der Stadt hinausfloss, in den Zwinger. Typisch für den Zwinger sind die dort entlang des Mühlkanals (heute zugeschüttet) aufgereihten ehemaligen Gerber- und Färberwerkstätten, die von oben her jeweils über einen Steg zu erreichen sind. Als Zwinger bezeichnet man den Raum zwischen der inneren und äußeren Stadtmauer. Reste der inneren Mauer sind hier noch erhalten. Die äußere Mauer wurde wohl im 17. Jh. durch einen flachen Wall ersetzt.

Hochwassermarke

Hochwassermarke
Hochwassermarke

Wieder durch eine schmale Gasse gelangt man hinunter an das Ufer der Eyach. Die Hochwassermarken am Gebäude Vor der Gerbertor 28 lassen die zerstörerische Kraft des Gewässers erahnen. Das Wasser der Eyach war den Menschen in Balingen einst von großem wirtschaftlichem Nutzen, etwa zum Antrieb von Mahl- und Sägemühlen oder beim Gerben und Färben in den Werkstätten entlang des Mühlkanals. Aber immer wieder brachte der Fluss den Menschen auch Gefahr und Not. Davon erzählt die Hochwassermarke an der Eyach, am Gebäude Vor dem Gerbertor 28, einer ehemaligen Färberwerkstatt, in eindrucksvoller Weise. Auf ihr sehen wir die höchsten Wasserstände des 19. Jahrhunderts – von 1819 bis 1895. In etwa 20 Zentimetern Höhe über Erdniveau würden sich die höchsten Wasserstände des 20. Jahrhunderts befinden. Besonders beeindruckend ist der im Jahre 1895 vom 4. Juni (dritter Strich von unten) auf den 5. Juni (oberster Strich) erkennbare Sprung.   
Starke Hochwasser hatte es an der Eyach schon immer gegeben, so z.B. in den Jahren 1819, 1851 oder 1872. Die Bewohner der Stadt kannten also die Gefahr. Ein starker Wolkenbruch führte am Nachmittag des 4. Juni zu einer ersten Flutwelle, die hier in Balingen bereits ein Todesopfer forderte. Ein Familienvater, der seiner vom Wasser bedrohten Familie zu Hilfe zu eilen wollte, wurde von einer der Eyachbrücken gerissen. Am Abend des 4. Juni schien der Wasserstand wieder zu sinken, und die Leute gingen zu Bett. Die Nacht brachte nun nochmals Regenguss in ungeheurer Menge, genau in den oberen Einzugsbereich der Eyach. Eine zweite noch viel größere Flutwelle rauschte nun das Flusstal hinab und riss ganze Gebäude mit sich. Gegen 23 Uhr erreichten die tosenden Wassermassen Balingen. Vor allem im unteren Bereich der Herrenmühlenstraße wurden Gebäude zerstört. Insgesamt fanden in dieser Katastrophennacht in Balingen 10 Menschen den Tod.


Friedhofskirche

Friedhofskirche
Friedhofskirche

Unserer lieben Frau“ (Maria) geweiht wurde sie einst, die Kirche des Dorfes Balingen. Von der Stadtgründung im Jahre 1255 an, bis zum Jahr 1516, war und blieb sie dann die Pfarrkirche der Stadt, obwohl sie außerhalb der Mauern lag. Der untere Teil des Glockenturmes stammt aus dem 11. Jahrhundert. Er gehört zu den wenigen romanischen Baudenkmälern des schwäbischen Raumes. Als ein gelungenes Werk der Hochgotik (14. Jh.) sind der Chor und das Kirchenschiff zu betrachten. Derselben Stilepoche zuzuordnen sind die noch vorhandenen Reste von Wandmalereien (Christophorusbild) sowie der wuchtige Taufstein. 

Siechenkapelle

Siechenkapelle
Siechenkapelle

In der Nähe des Krankenhauses, an der Tübinger Straße, befindet sich die im Jahr 1428 erbaute Siechenkapelle. Erstmals schriftlich erwähnt wurde sie im Jahr 1440. Bis ins 18. Jh. befand sich unmittelbar daneben das sog. Siechenhaus (erstmals 1377 erwähnt). In ihm waren Leprakranke untergebracht. Diesen diente die Kapelle zur Andacht. Bis zum Jahr 1740 hielt der Balinger Diakon einmal im Jahr darin eine Predigt.   

Heilig-Geist-Kirche

Heilig-Geist-Kirche
Heilig-Geist-Kirche

Das in neugotischem Baustil errichtete Gotteshaus entstand in den Jahren 1897-1899. Die durch den Eisenbahnanschluss (1874) einsetzende Industrialisierung der Stadt hatte einen sprunghaften Anstieg des katholischen Bevölkerungsanteils zur Folge, was den Bau einer katholischen Kirche notwendig machte. 1964 wurde der nach Norden gerichtete Erweiterungsbau fertiggestellt. Dessen Innenraum erhielt 1998/99 eine moderne künstlerische Ausgestaltung. Dort steht auch eine in Holz geschnitzte Kopie der „Balinger Madonna“. Die um 1500 gefertigte Muttergottesfigur war bis zur Reformation (1534) im Altarschrein der Balinger Stadtkirche aufgestellt. Heute befindet sie sich im Dominikanermuseum Rottweil (Sammlung Dursch). 

Sichelschule

Sichelschule
Sichelschule

Schon von weitem grüßt die Sichelschule, hoch über der Balinger Altstadt am Hang des Heubergs gelegen, den Besucher der Stadt. Der trotz seiner beachtlichen Größe fein gegliederte Gebäudekomplex lässt letzte Anklänge des Jugendstils erkennen. Er wurde 1923 fertiggestellt und beherbergte jahrzehntelang nahezu sämtliche Schularten der Stadt. Heute ist eine Gemeinschaftsschule darin untergebracht.

 
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