Schloss

Waldumgang des Gemeinderates

Mitarbeiter des Forstamtes informierten im Engstlatter Wald

Am 4. Oktober konnte Oberbürgermeister Helmut Reitemann wieder Mitglieder des Gemeinderats und der Verwaltung zum alljährlichen Waldumgang begrüßen. 2017 war man dazu auf Markung Engstatt im städtischen Distrikt Stocken-Greuth unterwegs. In einer kurzen Einführung stellte Oberforstrat Christian Beck, beim Landratsamt für den Forstbereich Balingen zuständig, das geplante Programm vor. In einem Spaziergang sollten aktuelle Fragestellung rund um den Wald und die Waldbewirtschaftung präsentiert werden.

Dietmar Reineke, Forstrevierleiter für diesen Bereich, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Wald in dem man sich gerade befand vor. An den Kulturflächen, die nach dem Sturm Lothar entstanden sind konnte Förster Reineke eindrücklich zeigen wie Bäume aus Naturverjüngung ‑ durch die Samen der benachbarten Bäume entstanden – und gepflanzte Eichen und Erlen zu einem gesunden, produktiven und vor allem stabilen Wald heranwachsen. Für eine ökologische und ästhetische Bereicherung sorgt zusätzlich das entlang des Weges gepflanzte Wildobst.

Am nächsten Waldbild stellte Forstrevierleiter Siegfried Geiger den Baum des Jahres: die Fichte, vor. In der Geschichte vom Notbaum zum Brotbaum und den großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel machte Förster Geiger deutlich worum es im Waldbau geht: jeder Waldbestand hat seine Geschichte „wo komm ich her?“, einen Zustand „wo bin ich?“ und eine betriebliche Zielsetzung „wo will ich hin?“. Baumartenvielfalt und regelmäßige Pflege sind dabei wichtige Grundsätze im Stadtwald Balingen.
In einem kurzweiligen Spaziergang konnte das Forstamtsteam um Bereichsleiter Beck unterstützt durch die vier städtischen Forstwirte die Themen Jagd, Borkenkäfer und weiteres mehr ansprechen. Auch das Thema Wuchshüllen und die Notwendigkeit Kultursicherung – die kleinen Bäume z.B. von Brombeere zu befreien – wurde vorgestellt.

Büroleiter Klaus Dreher eröffnete den Teilnehmenden einen neuen Blick auf die Waldbewirtschaftung, in dem er das Konzept der Permakultur erläuterte. „Lege nicht alle Eier in einen Korb!“ und weitere elf Prinzipien sind kennzeichnend für das Konzept, welches sich optimal mit der Waldbewirtschaftung im Stadtwald Balingen in Deckung bringen lässt.

Zum Abschluss des Waldumgangs konnten Forstwirt Jürgen Reinauer und sein Kollege Matthias Sautter ihr Können zeigen, in dem sie einen „Rückhänger“ – Schwerpunkt des Baumes entgegen der Fällrichtung, mit mechanischem Fällkeil und Stützband gekonnt zu Fall brachten.

Am Ende dankte Oberbürgermeister Reitmann dem Forstamt für den interessanten und abwechslungsreichen Nachmittag, insbesondere die Baumfällung war für Ihn und die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehme ein besonderes Erlebnis.

 

(Erstellt am 09. Oktober 2017)
 
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